King Gustav

Gustav-Adolf-Schule

Städtische Ganztagshauptschule

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Förderung

:: Streitschlichtung

Informationen

von Eva Müller-Schroeder

Idee: Schüler/innen lösen Konflikte gewaltfrei und selbstverantwortlich. Sie kennen aus eigener Erfahrung, wie sie in Konflikte verwickelt und wie heftig Streitigkeiten ausgetragen werden.
Ausgangslage: Aus Zeitnot werden viele Konflikte zwischen "Tür und Angel" geregelt.
Selten werden befriedigende Lösungen gefunden. Häufig wird ein "Waffenstillstand" oder eine Verlagerung des Konflikts erreicht.
Strafe steht manchmal an Stelle der Wiedergutmachung. Wird die Lösung von einem Lehrer vorgegeben, so vertragen sich die Kontrahenten nicht lange.
Grundlagen: Neutrale Dritte helfen bei einer friedlichen Lösung.
Nach Vorgabe bestimmter Regeln durch die SchlichterInnen reden die beiden Kontrahenten miteinander, hören sich gegenseitig zu und lernen so die Sichtweise des anderen kennen.
Die Streitschlichtung erfolgt auf freiwilliger Basis. Die Lösung des Problems steht im Vordergrund. Die Kontrahenten können ihr Gesicht wahren und selbst Vereinbarungen treffen.
Ziel: Am Ende eines Konflikts sollen nicht Rache, Siegesgefühl und Schuld stehen. Es gibt keinen Gewinner und keinen Verlierer.
Anlässe: Beschimpfungen, Rempeleien, Bedrohungen, Vordrängeln, Petzen, Auslachen., Mobbing, Beschmutzung u. Beschädigung von Sachen.
Grenzen: Kriminelle Delikte, brutale Schlägereien
Ausbildung: Schülerinnen aus dem 8./9. Jahrgang.
Teilnahme an einem Training im Rahmen einer AG, im Wahlpflichtunterricht oder an Projekttagen.
Sinnvoll ist zum Abschluss der Ausbildung ein 2-3tägiges Kompaktseminar außerhalb der Schule mit zusätzlichen erlebnispädagogischen Einheiten, um die künftige gemeinsame Arbeit zu festigen und zu unterstützen.
Trainingsinhalte:
  • verbale und nonverbale Kommunikation
  • Wirkungen von Ich- und Du-Botschaften
  • Aktives Zuhören und Zusammenfassen der Sichtweisen der Konfliktparteien
  • Regeln der Gesprächsführung und von Gesprächsverhalten
  • Schlichtung einleiten und Schlichtungsformular ausfüllen
Zeiten: In den Pausen, auch während des Unterrichts nach Absprache mit Klassen/FachlehrerInnen
Wo: Schlichtungsraum.
Der Schlichtungsraum sollte so liegen, dass Störungen nicht zu erwarten sind. Die Einrichtung sollte die Atmosphäre unterstützen, in der Schlichter und Kontrahenten sich wohlfühlen. Dazu können Blumen gehören oder eine Gestaltung der Wände, auf alle Fälle eine Sitzordnung die das Gespräch unterstützt.
Dienstplan: Damit die SchlichterInnen leicht zu erreichen sind, wird ein Dienstplan aufgestellt: Je zwei SchlichterInnen pro Pause.
Zertifikat: Die SchlichterInnen erhalten zum 10.Jahrgangszeugnis oder nach Abschluss der Kompakttagung ein Zertifikat.
Vorteile:
  • Entlastung des Kollegiums
  • Jugendliche übernehmen Verantwortung
  • Eltern haben das Gefühl, dass ihr Kind geschützt ist
  • Das soziale Klima in der Schule verbessert sich
Organisation:
  1. Qualifizierung von KollegInnen zu Koordinatoren (Ausbildung in Herne, Gesamtumfang 24Std. an 3 bzw. 2x1 ½ Tagen)
  2. Klärung in den Gremien. Grundsatzbeschlüsse der Lehrerkonferenz, der Elternpflegschaft, des Schülerrates.
  3. Ausbildung der SchülerInnen
  4. Bekanntmachung der Streit-SchlichterInnen
Edmund-Weber-Str. 127 *** 44651 Herne