:: Streitschlichtung |
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Informationen
von Eva Müller-Schroeder
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| Idee: |
Schüler/innen lösen Konflikte gewaltfrei und selbstverantwortlich.
Sie kennen aus eigener Erfahrung, wie sie in Konflikte verwickelt
und wie heftig Streitigkeiten ausgetragen werden. |
| Ausgangslage: |
Aus Zeitnot werden viele Konflikte zwischen "Tür
und Angel" geregelt.
Selten werden befriedigende Lösungen gefunden. Häufig
wird ein "Waffenstillstand" oder eine Verlagerung
des Konflikts erreicht.
Strafe steht manchmal an Stelle der Wiedergutmachung. Wird die
Lösung von einem Lehrer vorgegeben, so vertragen sich die
Kontrahenten nicht lange. |
| Grundlagen: |
Neutrale Dritte helfen bei einer friedlichen Lösung.
Nach Vorgabe bestimmter Regeln durch die SchlichterInnen reden
die beiden Kontrahenten miteinander, hören sich gegenseitig
zu und lernen so die Sichtweise des anderen kennen.
Die Streitschlichtung erfolgt auf freiwilliger Basis. Die Lösung
des Problems steht im Vordergrund. Die Kontrahenten können
ihr Gesicht wahren und selbst Vereinbarungen treffen. |
| Ziel: |
Am Ende eines Konflikts sollen nicht Rache, Siegesgefühl
und Schuld stehen. Es gibt keinen Gewinner und keinen Verlierer. |
| Anlässe: |
Beschimpfungen, Rempeleien, Bedrohungen, Vordrängeln,
Petzen, Auslachen., Mobbing, Beschmutzung u. Beschädigung
von Sachen. |
| Grenzen: |
Kriminelle Delikte, brutale Schlägereien |
| Ausbildung: |
Schülerinnen aus dem 8./9. Jahrgang.
Teilnahme an einem Training im Rahmen einer AG, im Wahlpflichtunterricht
oder an Projekttagen.
Sinnvoll ist zum Abschluss der Ausbildung ein 2-3tägiges
Kompaktseminar außerhalb der Schule mit zusätzlichen
erlebnispädagogischen Einheiten, um die künftige gemeinsame
Arbeit zu festigen und zu unterstützen. |
| Trainingsinhalte: |
- verbale und nonverbale Kommunikation
- Wirkungen von Ich- und Du-Botschaften
- Aktives Zuhören und Zusammenfassen der Sichtweisen
der Konfliktparteien
- Regeln der Gesprächsführung und von Gesprächsverhalten
- Schlichtung einleiten und Schlichtungsformular ausfüllen
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| Zeiten: |
In den Pausen, auch während des Unterrichts nach Absprache
mit Klassen/FachlehrerInnen |
| Wo: |
Schlichtungsraum.
Der Schlichtungsraum sollte so liegen, dass Störungen nicht
zu erwarten sind. Die Einrichtung sollte die Atmosphäre
unterstützen, in der Schlichter und Kontrahenten sich wohlfühlen.
Dazu können Blumen gehören oder eine Gestaltung der
Wände, auf alle Fälle eine Sitzordnung die das Gespräch
unterstützt. |
| Dienstplan: |
Damit die SchlichterInnen leicht zu erreichen sind, wird ein
Dienstplan aufgestellt: Je zwei SchlichterInnen pro Pause. |
| Zertifikat: |
Die SchlichterInnen erhalten zum 10.Jahrgangszeugnis oder
nach Abschluss der Kompakttagung ein Zertifikat. |
| Vorteile: |
- Entlastung des Kollegiums
- Jugendliche übernehmen Verantwortung
- Eltern haben das Gefühl, dass ihr Kind geschützt
ist
- Das soziale Klima in der Schule verbessert sich
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| Organisation: |
- Qualifizierung von KollegInnen zu Koordinatoren (Ausbildung
in Herne, Gesamtumfang 24Std. an 3 bzw. 2x1 ½ Tagen)
- Klärung in den Gremien. Grundsatzbeschlüsse
der Lehrerkonferenz, der Elternpflegschaft, des Schülerrates.
- Ausbildung der SchülerInnen
- Bekanntmachung der Streit-SchlichterInnen
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